Monumentale Miniaturen

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

KUNST Kleine Häuschen, Modellstädte und Pseudodenkmäler: Siggi Hofer lässt auf Papier neue Topografien erstehen. Mit seiner aktuellen Ausstellung schafft der Zeichner den Sprung in eine neue Liga.

Früher habe ich Bauernhöfe aquarelliert", erzählt Siggi Hofer, und man glaubt es ihm fast. Auch heute liegt noch auf vielen Zeichnungen des geborenen Südtirolers ein idyllischer Anschein. Seine menschenleeren Landschaften und Städte erstrahlen in optimistischen Aquarellfarben; sauber und starr geordnet präsentieren sich diese Topografien, so als hätte ein sorgfältiges Kind Spielzeughäuser gestapelt. Allerdings wird schnell klar, dass es sich bei Hofers Modellstädten um keine heile Welt handelt. Zu anonym und schematisch wirken diese Architekturen, sie markieren lediglich Nichtorte. "Sie stehen als Schrift für etwas anderes", bemerkt der Künstler. Ihre Bedeutung würden die reizvollen Modellstädte durch die Assoziationen der Betrachter gewinnen.

"Jede Aussage, die man trifft, ist


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