Atheisten aller Länder ...

Kultur | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

SACHBUCH Ist die Zeit reif für einen neuen Atheismus? In seiner gelungenen Streitschrift "Gotteswahn" postuliert Richard Dawkins, dass es Gott "ziemlich sicher" nicht gibt.

Da steht Gott im Titel, also schicken wir es einem Religionsheini." Über diesen fantasielosen Reflex von Feuilletonredakteuren beim Versenden von Rezensionsexemplaren spekuliert Richard Dawkins im Nachwort zu seinem jüngsten Buch. "Der Gotteswahn" war letztes Jahr ein Überraschungsbestseller, wurde auf Amazon von über tausend Laienrezensenten weitgehend freudig begrüßt - kam aber in den Besprechungen angloamerikanischer Medien nicht annähernd so gut weg. Was war passiert?

Seine Annahme mit den "Religionsheinis" sei dann doch zu zynisch, räumt Dawkins selbst ein. Freilich nur, weil er einen noch schlimmeren Verdacht hegt: die vorauseilenden Gläubigen zweiter Ordnung, sprich, die Verliebtheit vieler Intellektueller (und Zeitungsmenschen) in den Glauben der anderen, den "Glauben an den Glauben", dem diese selbst


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