Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

Sex

Wankien Ich glaub's selber nicht ganz, aber ich las, bei den Indern ist es ein gesellschaftlich anerkannter Bestandteil des Alltags für Männer, bis zu fünfmal am Tag zu masturbieren. Das ist echt viel. Es stellt sich die Frage, ob es dortzulande trotzdem oder gerade deswegen - weil mords Kondition - zur bekannten Bevölkerungsexplosion gekommen ist. Vielleicht wurde diese "Tradition" eher kürzlich und sozialpolitisch motiviert eingeführt, ähnlich wie die Einkindfamilie in China, damit die Inder am Abend saumüde sind und so die Gebärmütter ihrer Gattinnen (ver-)schonen. Wie trägt sich dort ein Geschäftsessen zu? "Noch Tee?" "Danke, erst rubbel ich mir einen ab, ich kam erst dreimal dazu, und es ist bald Mittag!" Ob sich dort Restaurantgeschäftsmodelle wie "All you can eat and wanker!" durchgesetzt haben? Ich weiß es nicht. Ich wiederhole aber, dass fünfmal am Tag echt viel ist. Und weil der Papst grad da war, fordere ich auf: Beten wir für die Rückenmarkdepots unserer indischen Freunde!

Heidi List

Fussball

Der Joker Im Länderspiel gegen Japan hat nicht einmal die Einwechslung von Martin Harnik etwas genützt. Trotzdem ist der junge Stürmer ein Paradebeispiel für den Spielertyp des "Joker". Wie der gleichaltrige Erwin Hoffer war Harnik bisher als Wechselspieler erfolgreich, der kurz vor Schluss eingetauscht wird, um "frischen Wind" zu bringen und idealerweise ein Tor zu schießen. Bei jungen Spielern ist es normal, dass sie sich in Kurzeinsätzen beweisen müssen. Die Gefahr besteht allerdings, dass es dabei bleibt und man zum "Edeljoker" wird. Der norwegische Stürmer Ole Gunnar Solskjær, der kürzlich seine Karriere beendete, spielte elf Jahre bei Manchester United - und selten von Beginn an. Berühmt wurde Solskjær im Champions-League-Finale 1999 gegen Bayern, als ihm in der 93. Minute der Siegestreffer gelang. Er war in der 81. Minute eingewechselt worden.

Wolfgang Kralicek


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