Buddha im Prater

Stadtleben | Bernd Dörler | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

PRATER Helmut Prosenbauer ist Liliputbahn-Lokführer. Immer öfter fährt er ohne Passagiere. Eine Wiener Richterin leistet sich dennoch den Traditionsbetrieb.

Neulich der Sonntag: Das war so ein Arbeitstag, wie ihn sich Helmut Prosenbauer erträumt. Blauer Himmel über Wien. Scharen von Touristen und Einheimischen im Wurstelprater.

Von halb zehn in der Früh bis halb neun abends war Prosenbauer unterwegs, mittags gerade einmal Zeit für eine Wurstsemmel: "So macht der Job richtig Spaß." 17 Touren hat er absolviert. 17-mal die 3,9 Kilometer lange Strecke vom Riesenrad an der Hauptallee entlang bis zum Ernst-Happel-Stadion und wieder zurück. Eine Runde dauert zwanzig Minuten. Prosenbauer ist Lokführer und Schaffner bei der Liliputbahn, und solche Tage, wo die Leute für dieses Pratervergnügen anstehen und aufgeregte Kinderstimmen aus den gelb-roten Holzwaggons schallen, sind selten. Es ist eher so, dass er und die anderen knapp zwanzig Angestellten des Betriebes manchmal stundenlang auf


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