"Geschlossene Gesellschaft"

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

ISLAM Integrationsexperte Bülent Öztoplu über die Leiden der muslimischen Burschen und wie sie die österreichische Leitkultur erleben.

Der Mann hat in Zeiten der Terror-Panik Hochkonjunktur. Bülent Öztoplu, Sozialarbeiter und langjähriger Leiter des Integrationsprojekts "Echo", kümmert sich seit den Neunzigerjahren um Jugendliche der zweiten Generation. Radikale Islamisten seien in Österreich jedoch die Ausnahme: "Solche Fälle werden eine Minderheit bleiben." Doch die mediale Hysterie um die, Terrorzelle' könne wie ein Bumerang wirken, meint Öztoplu: "Viele muslimische Jugendliche, die keine Identität aufbauen und nicht beachtet werden, können durch diese Hysterie auch auf den Islam kommen - so erlangen sie Aufmerksamkeit." Der Islam sei derzeit "sehr in", vor allem bei Burschen.

Falter: Herr Öztoplu, was ist los mit den muslimischen Burschen in Österreich?

Bülent Öztoplu: Gerade die jungen Männer stehen unter massivem Leistungsdruck von Kollektivdenken, Patriarchalismus


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