Presseschau

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

Keine Missverständnisse: Jener Mann, der sich in eine Schule schlich und ein Mädchen sexuell missbrauchte, ist ein Widerling und gehört vor Gericht. Aber auch wenn man sich über die Verhaftung des Verdächtigen freut, sollte man nicht völlig danebengreifen. Selbst wenn man für die Krone arbeitet. Michael Jeannée schreibt an die "liebe Wiener Kriminalpolizei": "Mit der Verhaftung jener menschlichen Ratte, die da mit fauligen Zähnen und fettigem Haar durch unsere Wienerstadt geschlichen ist, sich in die Toilettenanlage einer Hernalser Volksschule stahl und dort kleinen Mädchen auflauerte. Eine ebenso kranke und boshafte Ratte. Eine Ratte, die das reinste Gift war und so schnell wie möglich neutralisiert werden musste. Um unserer Kinder willen. Meine Kieberer: Ich danke euch für die erfolgreiche Ratzenjagd. Danke dafür, dass euch kein Loch, keine Höhle und kein Unterschlupf zu dreckig war, um dieses Stinktier zu stellen und dingfest zu machen, bevor es am Montag wieder herauskriechen konnte, wenn die Schulen geöffnet sind." Besser hätte es das NS-Propagandablatt Stürmer wohl auch nicht gekonnt.


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