Kommentar

Der Kunst ihren Wettbewerb

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

Ein heiteres Szenario: Die Generali Foundation wird ein Ausstellungsbüro für Foundations aller Art. Die Bawag Foundation wird nach zwei Jahren in der "Wohngemeinschaft" mit der Generali zusperren. In den gemeinsam genutzten Ausstellungsraum zieht, wie in der Konzeption ursprünglich vorgesehen, eine Supermarktfiliale ein. Aus dem Atelier Augarten wird ein weiterer Kunst-Sponsoring-Societyspace der Belvedere-Contemporary-Direktorin Agnes Husslein; das ehemalige Atelier des Ständestaatbildhauers Gustinus Ambrosi ist eine gute Partylocation. Und die Secession hat als Museum für Jugendstilkunst ein großes Potenzial.

Wird diese Dystopie Wirklichkeit, kann man Wien aus dem Kunstatlas streichen. Noch ist es nicht ganz so weit, doch die genannten Kunstinstitutionen befinden sich allesamt tatsächlich in der Krise (siehe Seite 26 ff.). Aus unterschiedlichen Gründen: Die Foundations sind ein typisches Beispiel für die Übertragung unternehmerischen Denkens auf den Kunstbereich. Von einer Fusion


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