Nüchtern betrachtet

Mein Leben mit der Biobobobagage, Teil 1

Kultur | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

Wenn ich am Samstag von meinem stressigen Jetsetlife freigestellt bin, treibe ich mich auf dem Markt herum. Dort treffe ich, ganz egal, ob ich um 8.47 Uhr, losziehe, um 9.12 oder um 10.03 Uhr verlässlich den Geschäftsführer des Falter-Konzerns. Wir nicken uns wissend zu und nehmen getrennt den Kampf auf. Wir sind umgeben. Umgeben von unseresgleichen. Die Hölle, das sind dieselben. Das Einzige, wodurch sich meinesgleichen von mir unterscheidet, ist, dass meinesgleichen alle Zeit der Welt zu haben scheint, wohingegen meine äußerst knapp bemessen ist. Es würde sich daher anbieten, mir in jedem Falle den Vortritt zu lassen. Ich brauche nicht viel und weiß genau, was: ein halbes Landbrot und einen Dinkeltoast. Meinesgleichen hingegen will a) schauen, b) Dinge, die es vor langer Zeit einmal gekauft hat, von denen es aber nicht mehr weiß, was genau es war (Fisch oder Käse oder doch eher Ziegenmilch?), c) Dinge, die gar nicht existieren. Weil nur zwei Leute vor mir waren, bemühte ich


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