Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

Sex

Sex and the Weltfrieden In der letzten Kolumne durfte ich meine atemberaubenden Ergebnisse der Recherchen über die vielmalige tägliche Masturbationspraxis der Inder publizieren. Ein Herr, Viertelpakistani, meldete sich. Da sehe man's wieder, weil in Pakistan, also, da wird mindestens fünfmal am Tag gefickt. Bei ihnen würde also kommuniziert und nicht autistisch herumgewichst. Ich verweigerte mich dieser heiklen Diskussion, wenn sie auch auf der Basis eines bewegenden Themenpfades losgetreten wurde. Ich kann weder an die Quote der täglichen Samenergüsse der Inder noch an die der Pakistanis glauben. Er schäumte über meine europäische Ignoranz. Die Tatsache, dass verlogenes Sexposing diese Leut zu einen vermag, ließ mich ihm raten, er solle sich mit den ganzen Indern und den anderen Pakistanis zusammentun, um mich gemeinsam zu verklagen. Vertrag ich locker, Feindbild sein für zwei Völker. Er stimmte zu. Ich bin zufrieden. Womöglich kaufe ich mir zur Belohnung einen Kaschmirschal.

Heidi List

Fussball

Freundschaft Der von ÖFB-Präsident Friedrich Stickler scharf kritisierte Roland Linz und ich haben eines gemeinsam: Wir können uns für Freundschaftsspiele nicht begeistern. Aber während ich damit sehr gut leben kann, hat Linz zwei Probleme. Erstens: Für das Nationalteam gibt's derzeit nur Freundschaftsspiele. Zweitens: Linz ist Nationalspieler. Jedes Veranstalterland von Welt-oder Europameisterschaften muss irgendwie damit klarkommen, dass ohne Qualifikationsstress die ernsthaften Spiele fehlen. Erinnert sich noch jemand an die vielbejammerten Testspiele der Deutschen vor der letzten WM? Ich will damit nicht sagen, dass Österreich nächstes Jahr ein "Sommermärchen" erleben wird. Aber man sollte Freundschaftsspiele nicht zu ernst nehmen. Und was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja: Stickler soll gefälligst den Hicke in Ruhe lassen.

Wolfgang Kralicek


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