Ins Weinglas weinen

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

MUSIK Das Festival "Wean hean" begibt sich dieser Tage wieder auf Wienerlied-Erkundung. Stammgast beim Freudenfest der Morbidität ist Kollegium-Kalksburg-Sänger Vincenz Wizlsperger.

Die Anekdote vom fehlgeleiteten Anruf ist zu schön, um nicht wahr zu sein. Nämlicher Telefonanruf passt fugenlos in die Geschichte des Kollegium Kalksburg, einer Geschichte der Brüche und Umwege. Der Gründungsmythos des Wienerlied-Ensembles lautet: Eines Tages, mehr als zehn Jahre ist das nun her, erhielt Schlagzeuger Paul Skrepek eine telefonische Anfrage, ob die Band Interesse habe, am "Herz. Ton. Wien"-Fest (dem Vorläufer des Wienerlied-Festivals "Wean hean") teilzunehmen. Die Dreierformation befand sich damals in einer Übergangsphase, einem Formtief, eine Musikergruppe unter verschärften Bedingungen: Der Name wurde geändert - von Franz Franz & die Melody Boys zu Kollegium Kalksburg. Die Auftragslage war miserabel. Die Hoffnungslosigkeit groß. Der Antrieb gering. Die Kunst am Boden. "In der Verzweiflung


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