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Politik | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

SPIELBERG Der sturste Anrainer der Steiermark ist weichgekocht: Karl Arbesser, einst Gegner des im obersteirischen Spielberg geplanten Motorsportrings, hat sich vergangene Woche überraschend mit der Projektgesellschaft geeinigt. Wie hoch die Aufwandsentschädigung für Arbesser ausfällt, bleibt allerdings geheim. Diese Woche beschloss die Landesregierung weitere 500.000,-Euro für die Projektgesellschaft zur Bezahlung von Gutachtern. Bisher sind vier Millionen Euro Landesgelder in die Ring-Ruine geflossen. Doch das Projekt wackelt trotz Einigung weiter: Für Hauptinvestor Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz ist der Ring de facto vom Tisch, weil andere Investoren abgesprungen seien. "In der jetzigen Situation kann man nicht einmal ansatzweise seriöse Gespräche mit alternativen Partnern führen", so Mateschitz.

EHRENSCHUTZ Homoheiler und Exorzisten sollten ursprünglich zu einem geplanten Kongress "Religiösität in Psychiatrie und Psychotherapie" nach Graz kommen. Nach tagelanger Kritik drohte Landeshauptmann Franz Voves (SP) am vorvergangenen Montag endlich, den Ehrenschutz zurückzuziehen, sollten die kritisierten Gruppen nicht von der Veranstaltung ausgeschlossen werden. Die Gruppe Wüstenstrom trat schließlich von selbst zurück, Voves´ Ehrenschutz bleibt somit aufrecht. Bischof Egon Kapellari und der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) zweifelten unterdessen nicht daran, dass die Veranstaltung ihren Ehrenschutz verdiente.


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