Kunst kurz

Das Raubein, der Humanist und der Pfadfinder

Kultur | Tiz Schaffer und Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 38/07 vom 19.09.2007

Zehn Jahre nach seinem Tod wird der deutsche Künstler Martin Kippenberger nochmals nach Graz geholt. Schon zu Lebzeiten wurde er als Künstler hier immer gut behandelt, dass ihm jetzt mit der von Peter Pakesch kuratierten Ausstellung "Modell Martin Kippenberger. Utopien für alle" auch großangelegter musealer Respekt erwiesen wird (bis 6.1.2008), hätte ihn ganz besonders gefreut. Kippenberger ließ in seinem Schaffen außer der Videokunst kein Genre unbeachtet. Dementsprechend vollgepackt - wie selten zuvor - ist auch das Grazer Kunsthaus. Grafik, Malerei und Objektkunst als Querschnitt aus fünfzehn Jahren, die sich vor allem durch eines auszeichnen: genialischen Wortwitz. Selbst wenn es nur ein Titel ist. Dennoch empfiehlt sich der Universalist auch durch die gekonnte Ironisierung der klassischen Avantgarde gleichsam mit dem Holzhammer als Kunstkenner. So muss für das Bild "Die Mutter von Joseph Beuys" nicht unbedingt das mütterliche Über-Ich im Sinne Freuds bemüht werden. Aber

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