Der Psychiater aus der Mörderklinik

Extra | Gruppe Kritische Medizin | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

AFFÄRE GROSS Dieser Protest gegen ein Fehlurteil eröffnete eine jahrelange Auseinandersetzung. Zuletzt behielt der Ankläger Recht.

Am 22. Februar 1980 wurde durch ein Fehlurteil des Einzelrichters Dr. Bruno Weis dem Kläger Dr. Heinrich Gross Recht gegeben und Dr. Werner Vogt (Arbeitsgemeinschaft Kritische Medizin) zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Damit wurde Dr. Heinrich Gross, "der Arzt aus der NS-Mörderklinik" (Kurier, 17.12.1978), vom Vorwurf freigesprochen, "an der Tötung Hunderter angeblich geisteskranker Kinder mitbeteiligt" gewesen zu sein. Herr Primarius Gross wurde damit von einem österreichischen Gericht der Arztkittel weißer gewaschen, als er ihn selbst zu tragen gewohnt ist.

Gross über seine Mitarbeit an der Mordmaschinerie Am Spiegelgrund: "Richtig ist, dass ich die Namen der Kinder, die schwer missgebildet waren, in Berlin gemeldet habe. Von dort kam dann die Order zum Mord ... So viel ich weiß, wurde niemand totgespritzt. Die Schwestern haben den Kindern das


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