Einfallskunde

Helmut Schneider | Extra | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

GESPRÄCH Peter Rühmkorf, einer der wichtigsten deutschen Lyriker nach 1945, erklärt, was es braucht, damit gute Gedichte entstehen können.

Peter Rühmkorf wurde dem Falter-Publikum zu Recht als "einer der bekanntesten deutschen Lyriker und Theoretiker der Dichtkunst" vorgestellt. Zuletzt waren zum Zeitpunkt des Gesprächs erschienen "Haltbar bis Ende 1999" und "agar agar zaurzaurim. Zur Naturgeschichte des Reims und der menschlichen Anklangsnerven". Darum drehte sich dann auch das folgende Gespräch.

Falter: In Ihrem Buch "Haltbar bis Ende 1999" gibt es ein Kapitel, das heißt "Einfallskunde". Dieses Wort scheint mir bezeichnend zu sein für Ihre Lyrik - dass Sie neue Wörter finden, Neologismen. Ähnlich wie Lichtenberg gesagt hat, dass ein neues Wort treffender sein kann als alles bisher Gesagte ... neue Metaphern.

Rühmkorf: Das freut mich, dass Sie mich darauf ansprechen, darauf wird man selten angesprochen. Es gibt ganze Gebiete der Ästhetik, die noch gar keinen richtigen Namen haben.

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