1983

Extra | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

Das Jahr

In Deutschland ziehen die Grünen erstmals in den Bundestag ein, Helmut Kohl wird als Kanzler bestätigt. Die SPÖ verliert die absolute Mehrheit, Bruno Kreisky tritt zurück, Fred Sinowatz wird Kanzler einer SPÖ-FPÖ-Koalition.

Das Falter-Jahr

In diesem Jahr verpasste sich der "Falter" ein neues Erscheinungsbild. Design und handschriftliches Logo stammten von Ecke Bonk. Christian Reder half dem Kollektiv bei der Umstrukturierung (es gab keine Chefs, aber "gewählte Sprecher"). Der Kulturteil wurde zum besten Feuilleton des Landes. Publizistisch kämpfte man gegen die Gemeinde Wien um Plakatfreiheit. Den Alternativen versuchte man einzureden, endlich eine Partei zu gründen.

Die Auswahl

Thomas Mießgangs Bericht von seiner Moers-Reise ist in seiner radikalen Subjektivität typisch für die "Falter"-Kulturberichterstattung der ersten Jahre. Man hätte auch den Appell des Schriftstellers Robert Schindel bringen können, Luegerplatz und-Ring umzubenennen. Oder ein Interview, das Elisabeth Loibl mit dem Dramatiker Heiner Müller führte. Oder ein Treffen von Gastrokritiker Andreas Oberndorfer und "Gault Millau"-Herausgeber Michael Reinartz. Oder einen Text zur Stadtplanung von Werner Korn, heute Chef des Echoraums Wien. Oder ein Interview von Günther Wawrowsky und Armin Thurnher mit Hans Krankl - dessen Urteil: "Der "Falter" ist eine Mörderzeitung."


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