Feldherr des Friedens

Extra | Antonio Fian | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

KULTURKRITIK Über einige Aspekte Heller'scher Kunst am Beispiel der Revue "Begnadete Körper" im Wiener Raimundtheater.

Heller'scher Kunst haftet etwas Pompöses an. Seine Liedtexte sind von Beginn an gekennzeichnet von einem Pomp der großen Worte, der glauben machen soll, es handle sich dabei auch um große Gedanken, und singt er Texte eines anderen, womöglich eines jüdischen Dichters, so werden auch sie pompös gemacht durch das brachiale Pathos seines Vortrags. Je weiter aber Heller seine Kunst entwickelt, je gewaltiger seine Hervorbringungen werden, umso deutlicher zeigt sich, dass dieser Pomp nicht etwas seinen Werken Hinzugefügtes ist, sondern ihr Eigentliches. Ihr Zweck ist nicht, anhaltendes Staunen in den Menschen hervorzurufen, sondern sie wollen angestaunt sein in dem Augenblick, da man sie wahrnimmt. Sie besitzen keine Dauer und könnten sie nur gewinnen durch einen Augenblick, der niemals aufhört.

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Heller'sche Kunst hat nicht, im Gegensatz zur Kunst, zu kämpfen mit


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