"Bin ziemlich weit hinten gesessen"

Hans Hurch | Extra | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

ZEITZEUGE 2 Ein Gespräch mit dem Filmemacher Kurt Kren. Bei ihm durchsuchte die Stapo anschließend die Wohnung. Er verhalf dem gerichtlich verurteilten Künstler Günter Brus zur Flucht.

Falter: Was jenes legendäre Happening im Jahre 1968 im Hörsaal 1 anlangt, so waren Sie, ohne tatsächlich in die Ereignisse verwickelt gewesen zu sein, doch indirekt von den Folgen betroffen. Sie arbeiteten damals seit vielen Jahren als Beamter der Österreichischen Nationalbank und gerieten im Zuge jenes Uni-Skandals in Schwierigkeiten, die schließlich mit dem Verlust Ihres Jobs in der Bank geendet haben.

Kurt Kren: Über die ganze Sache ist immer wieder eine Menge Unsinn geschrieben und erzählt worden, es ist wie ein Baum, der sich immer weiter verzweigt. Um das besser zu verstehen, muss man die Vorgeschichte kennen. Ich wollte schon lange Zeit raus aus der Bank, einfach weg, denn das wurde immer unerträglicher, aber zugleich war das für mich eine existenzielle Frage, das Problem, wie ich zu meinen

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