Der seltsame Ministerialrat

Klaus Zellhofer, Martin Staudinger und Michaela Streimelweger | Extra | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

PORTRÄT Günter Harald Rehak ist eine schillernde Figur. Nach den Ergebnissen zweier forensischer Textgutachten kommt er als (Mit-)Autor von BBA-Bekennerbriefen infrage. Ein KGB-Überläufer will ihn als Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes entlarvt haben.

Die Provokation war wohl nicht ungewollt: Donnerstag, zehn Uhr vormittags im kleinen Biedermeierzimmer des honorigen Café Landtmann. Die Aktion Recht des Kindes auf beide Eltern hat zur Pressekonferenz gebeten. Am Podium sitzt ein älterer Herr mit grauem Vollbart, gibt einen Überblick über die Tätigkeit des Vereins und kommt dabei ausgerechnet auf die Janitscharen zu sprechen. Anwesende Journalisten fühlen sich bei seinen Ausführungen nicht von ungefähr an die Bekennerbriefe der BBA erinnert. Immerhin werden die Janitscharen auch dort erwähnt: im Zusammenhang mit Flüchtlingspfarrer August Janisch, dem ersten Briefbombenopfer.

Daraufhin bringt der Redner - wie schon mehrfach zuvor in diversen Medien - seine Mutmaßungen über

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