"Sag dein letztes Gebet"

Extra | Nina Horaczek | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

POLIZEI Beamte der Fremdenpolizei haben einen Schubhäftling krankenhausreif geprügelt, mit dem Auto niedergefahren und zum Schein hingerichtet. Ein Einzelfall oder nur der erste, der an die Öffentlichkeit gelangt?

Wir haben den Befehl, dich umzubringen", sagen die Polizisten. Dann parken sie in einer verlassenen Lagerhalle, zerren Bakary J. aus dem Polizeiauto, ziehen sich ihre schwarzen Handschuhe über und misshandeln den am Boden liegenden Mann mit Fäusten und Füßen. "Der Polizist, welcher im Fahrzeug neben mir saß, zog mich in die Höhe, zerrte mich in eine Ecke und sagte zu mir:, Sag dein letztes Gebet und dreh dich nicht um.'", wird Bakary J. später zu Protokoll geben. Kurz darauf drohen die Beamten, ihn mit einer Granate zu töten.

Was wie ein Vorfall aus einer Militärdiktatur klingt, soll sich erst vor kurzem am Handelskai im zweiten Bezirk ereignet haben. Am 7. April um fünf Uhr früh wurde der Afrikaner J., der nach einer Haftstrafe wegen Drogenbesitzes in Schubhaft saß,


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