"Ich bin zur Freude aufgelegt"

Kultur | André Müller | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

FILM Die deutsche Filmschauspielerin Hanna Schygulla erzählt, warum sie mit ihrem Entdecker Rainer Werner Fassbinder ein Kind hätte haben können und doch unversöhnt von ihm geschieden ist, warum ihr David Lynch zu pervers war und warum Marcello Mastroianni unterschätzt wird.

Wenn Hanna Schygulla spricht, möchte man die Augen schließen, so betörend ist ihre den Sprachfluss in eine angenehm einschläfernde Melodie verwandelnde Stimme. Aber man möchte auch den wachen Blick nicht versäumen, mit dem sie ihren Gesprächspartner lustvoll verstört. Sie ist nach langen Jahren der Abwesenheit in das deutsche Kino zurückgekehrt, und sie ist auch in den Nebenrollen, die sie da spielt, noch immer der Star, zu dem sie Rainer Werner Fassbinder, der Frühverstorbene, gemacht hat.

Nun hat sie in Fatih Akins in Cannes mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnetem Film "Auf der anderen Seite" schon fast eine tragende Rolle. Aber genug ist ihr das nicht. "Absolut nicht", sagt sie. In dem


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