El Condor basta


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

MUSIK Die kanadische Singer/Songwriterin Joni Mitchell veröffentlicht mit "Shine" nach langem wieder ein Album mit neuen Songs. Es handelt von der geschundenen Mutter Erde und hinterlässt insgesamt gemischte Gefühle.

Heiliger Krieg, Völkermord, Selbstmord, Hass und Grausamkeit" … "Männer lieben Krieg!" … "Wir haben alles vergiftet, und bewusstlose Handy-Zombies quatschen sich durch die Shopping Malls, während die Kondore vom Spätsommerhimmel stürzen" … "Geld, Geld, Geld, Geld reißt die Bäume nieder, es verwandelt Berge in Maulwurfshügel"…

Ja, Herrschaftszeiten, welche endzeitliche Windhose ist denn hier durch die Metaphorik gefegt? Was klingt, als hätte sich ein Greenpeace-Aktivist auf einem schlechten Trip an einer "zeitgenössischen" Übersetzung der "Apokalypse" versucht, sind in Wirklichkeit Textpassagen aus vier Songs, die sich auf Joni Mitchells soeben erschienenem Album "Shine" finden. Da hat sich offenbar einiges aufgestaut in den neun Jahren, die seit "Taming

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