Nüchtern betrachtet

Mein Leben mit der Biobobobagage, Teil 2

Kultur | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

Wenn ich im Laden mit naturnah erzeugten Gütern aus dem nördlichen Niederösterreich an der Reihe bin, grüßt mich der junge Mann freundlich und greift reflexartig nach einem Viertel Landbrot. Er kennt mich. Er weiß, was ich will. Er denkt: Hier kommt der traurige Trottel, der sich von Wasser, Brot und Dinkeltoast ernährt, ein fahler Fadiant, der niemanden hat, der ihm ein Frühstück macht. Ich kann es dem jungen Mann, der auch abseits des Marktes noch als solcher durchgehen würde, während ich allein von greisenfreundlichen Gemüsehändlerinnen hin und wieder noch "junger Mann" genannt werde, nicht verdenken. The world according to woodquartersalesman sieht nämlich so aus: Überall biegen sich die Tische unter der Last der Drei-, Vier- und Fünfkornbrote, fein vermahlen, grob geschrotet und flankiert von fragwürdig schillernden Schinken und schimmelnden Schafskäsen. Denn Samstag für Samstag sieht der junge Mann ja, wie alle Welt zu ihm kommt, um sich der sorgfältigen Auswahl

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