"Ich habe eine Hoffnung"

Extra | Armin Thurnher | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

GESPRÄCH Ehe Robert Hochner, der Moderator der Nation, an Krebs starb, bat er den "Falter" zu einem Abschiedsgespräch. Er zeigte sich dabei wie immer: tapfer, trocken, um Gerechtigkeit bemüht und nie von seiner Ironie verlassen.

Am 4. Mai kam der Anruf. Robert Hochner redete nicht lange um den Brei herum. Ich wisse von seiner unheilbaren Erkrankung. Nun, es gehe ihm schlecht, ja, es sei ihm klar, es gehe dem Ende zu, und er möchte dem Falter und mir sein letztes Interview geben.

Es wäre ihm morgen oder am Montag recht, denn er fühle sich momentan besser und sei fähig zu sprechen, aber er wisse nicht, wie lange dieser Zustand dauern werde.

Ich entschied mich für Montag. Hochners Frau Clarissa Stadler öffnete die Tür der gemeinsamen Wohnung am Parkring, Robert Hochner empfing mich voll angezogen und im Stehen, legte sich dann aber bald auf die Couch im Wohnzimmer.

Ehe ich das Tonband einschalten konnte, erklärte er Beweggründe und Bedingungen des Gesprächs. Er habe lange geschwankt,


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