Chronologie des Terrors

Die Bomben des Franz Fuchs

Politik | Maria Motter | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

Mittags am 26.2.2000 begeht Franz Alois Fuchs in seiner Zelle in der Justizanstalt Graz-Karlau Selbstmord. Ein knappes Jahr nach seiner rechtskräftigen Verurteilung am 17.3.1999 erhängt sich der 50-jährige Vermessungstechniker aus Gralla mit dem Spiralkabel eines Rasierapparats. Vier Tote, 25 Briefbomben, die Rohrbombe von Klagenfurt und die Sprengfallen von Oberwart und Stinatz hatte er allein zu verantworten. Ein vollständiges Geständnis hat Fuchs jedoch nie abgelegt.

Alles begann mit einer Briefbombenserie Anfang Dezember 1993 - zehn Briefbomben versetzten das Land in Angst und Schrecken. Vier davon detonieren, die Opfer, darunter der Wiener SPÖ-Bürgermeister Helmut Zilk, werden schwer verletzt. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die rechtsradikale Szene. Gottfried Küssel war am 29.9.1993 wegen seiner VAPO (Volkstreue außerparlamentarische Opposition)-Aktivitäten zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Zehn Bomben für zehn Jahre - so der Schluss der Ermittler. Wenige Tage


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