Das Landesvaterspiel

Politik | Donja Noormofidi | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

ANALYSE Nach zwei Jahren SPÖ-Herrschaft: Franz Voves hat den Landesvater abgeschafft, die versprochene Erneuerung ist trotzdem ausgeblieben. Und die Landespolitik sieht ganz schön alt aus.

SP-Landeshauptmann Franz Voves konnte es nicht lassen, dabei hätte er nach der Regierungssitzung am vorvergangenen Montag gar nichts mehr sagen müssen. Sein Gesundheitslandesrat Helmut Hirt hatte gerade erklärt, warum er den schwarzen Aufsichtsrat Helmut Reinhofer aus der Krankenanstaltengesellschaft (Kages) entfernt hatte. Die Journalisten gaben sich vorerst zufrieden, doch Voves legte nach: Neu ab Herbst sei, dass "dort, wo wir die Verantwortung haben und sehen, dass gegen das Eigentümerziel gearbeitet wird, wir Veränderungen vornehmen werden". Der Landeshauptmann schnippte mit den Fingern, um zu zeigen, wie leicht es ihm fällt, Aufsichtsräte auszutauschen. Keine feine Geste und eine Drohung an die Adresse des Regierungspartners.

Die ÖVP reagierte beleidigt, sprach von ihrer "Selbstachtung",


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