Gleich scheuen Igeln

Ulrich Tragatschnig | Kultur | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

KUNST Kunst kann das Leben schöner machen: Grazer Kunsthaus, Camera Austria und Medienturm, alle am rechten Murufer beheimatet und im steirischen herbst vertreten, sind sich dafür ganz schön "nahe genug" gekommen. Ein Rundgang.

Zur Veranschaulichung dessen, was sie unter einem wenig statischen und wohl auch gruppendynamischen "nahe genug" versteht, dem Motto des diesjährigen steirischen herbst, griff Intendantin Veronica Kaup-Hasler in ihrer Eröffnungsrede zu einem von Amos Oz überlieferten Bild: "Igel in Sibirien rücken in der Kälte aneinander, um nicht zu frieren. Dann stechen sie sich, rücken wieder auseinander und fangen wieder an zu frieren."

In Sachen bildender Kunst ist die Zeit des Frierens jedenfalls passé. Schwammigkeit hin oder her: Thematisch waren die ausstellenden Institutionen rechts der Mur kaum je enger aneinander, verhandeln Nähe und Distanz in einander wärmender Ästhetisierung. Gerade so, als müsste einer feindlichen Umgebung kunstig begegnet werden. Nächstes

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