Kauf Barbara Stöckl

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

THEATER Auf Hannah Hurtzigs "Schwarzmarkt" wird mit Wissen gehandelt. Das hat mit gelebter Utopie unter Marktbedingungen ebenso zu tun wie mit Volkstheater.

Hannah Hurtzigs "Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen" ist nicht nur ein Projekt mit einem verschwenderisch langen Namen, sondern auch grundsätzlich sehr luxuriös konstruiert. Einhundert Experten kommen für vier Stunden an einem Ort zusammen - in Graz ist dies Sonntagabend das Orpheum - und bieten dort interessiertem Publikum in jeweils halbstündigen Einzelgesprächen Ausschnitte ihres Wissens zu einem bestimmten Thema an. Als Generalthema für Graz hat Hurtzig "Die Gabe und andere Verletzungen des Tauschprinzips" entwickelt - nicht zuletzt aufgrund der Bettler, die der Berliner Theatermacherin in der Innenstadt aufgefallen sind.

Den Gesprächen geht ein anspruchsvolles Check-in-Verfahren voraus, in dem die "Klienten" versuchen, bei einer der 18 Hostessen ihren Lieblingsexperten zu buchen (eine halbe Stunde kostet


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