Hasenhaare auf dem Kopf

Nora Edelsbacher | Kultur | aus FALTER 39/07 vom 26.09.2007

PORTRÄT Hutmacher und Modisten sind in der Steiermark vom Aussterben bedroht, dennoch kann man in diesen Jobs hierzulande Karriere machen - wenn man mit der Zeit geht.

In der Grazer Wickenburggasse stößt man auf ein unscheinbares Haus mit der Aufschrift "Hüte", auf der bröckelnden Fassade steht in geschwungener Schrift "Josef Kepka & Söhne". Drinnen fühlt man sich weit ins vorige Jahrhundert zurückversetzt: knarrender Holzfußboden, alte, dunkle Möbel, muffiger Geruch. Den Kontrast zum altväterischen Ambiente bildet die 25-jährige Inhaberin, die sogleich herbeieilt, wenn die Glocke an der Tür läutet, den Fingerhut auf dem Zeigefinger, jederzeit bereit, etwas anzunähen oder aufzutrennen. Gerne würde sie auch noch mehr Passanten beraten: "Die Grazer haben Probleme, uns zu finden. Wenn sie hereinkommen, fragen viele:, Euch gibt es auch noch?'", erklärt Karin Krahl-Wichmann. Sie betreibt erfolgreich eines der vier letzten Hutmachergeschäfte in der Steiermark. Da die Mietpreise

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