Reich der Mitte


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Neues von der ÖVP: Sie gibt sich Perspektiven. Ihr Kanzlerkandidat entschließt sich zu sich.

Es lebe der politische Wettbewerb. Es lebe auch die Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Man möchte allerdings kein Oppositioneller sein, wenn die beiden Regierungsparteien versuchen, ein magisches Datum jeweils für sich zu besetzen. Der Jahrestag des 1. Oktober 2006, als die Ära Schüssel unversehens endete und eine andere Ära begann, war tatsächlich ein merkwürdiges Datum. Die längste Schrecksekunde in der österreichischen Zeitgeschichte ging nun zu Ende. Die SPÖ zwickt sich und merkt erfreut: Wir haben ihn wirklich, den Bundeskanzler. Die anderen merken: Es wird ein Problem, ihn zurückzugewinnen.

Die ÖVP hat sich bei der Konkurrenz um die Hegemonie im Land ein Mittel verordnet, das gern belächelt wird: öffentliches Nachdenken. So öffentlich waren die Perspektivengruppen des Josef Pröll nun auch wieder nicht, die Veranstaltungen vor Publikum dienten dem Einbeziehen

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