"Wir brauchen eine Amnestie"

Nina Horaczek und Florian Klenk | Politik | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

SPÖ Alfred Gusenbauer feiert ein Jahr Wahlsieg. Ein Gespräch über seinen Marathon durch die Republik, rückständige Imame, fehlende europäische Eliteschulen und einen faireren Umgang mit Asylwerbern.

Wer die Sicherheitsschleuse des Kanzleramts passiert, sieht eine kleine gelbe Sandkiste. Ein Geschenk der Grünen. Es soll den Kanzler an seine Mutter erinnern. Die Frau aus ärmlichen Verhältnissen erzählte ja gerne, dass "Gusi" schon als Kind Kanzler werden wollte. Es ist Montag, der 1. Oktober. Sein Schicksalstag. Vor einem Jahr gewann Gusenbauer die Wahl. Am Vormittag hat ihm die SPÖ bei einer Feier mit Standing Ovations gedankt. Nur Wiens Bürgermeister Michael Häupl kam zu spät. Vorbei die Zeiten, als die Medien sogar sein Gaumenzäpfchen kritisierten, wenn er jubelte. Jetzt gehen sie mit ihm joggen. Und er gibt sich gelassen - in seinem mit moderner Kunst (Maria Lassnig, Andreas Gursky) geschmückten Büro schlürft er grünen Tee, die Krawatte hat er abgelegt, er wirkt etwas

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