"Ihr Kind bleibt ein Außenseiter"

Ingrid Brodnig | Politik | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

WER WIRD ELITE? (I) Der deutsche Soziologe Michael Hartmann über die geschlossene Gesellschaft der Topmanager und den Fluch der eigenen Herkunft.

Michael Hartmann ist einer der bekanntesten deutschen Eliteforscher. In seinen Studien entlarvt der bekennende Linke die Leistungseliten als Mythos. Nicht Leistung, sondern Herkunft zähle, meint der Darmstädter Soziologe. In seinem neuen Buch vergleicht Hartmann nun die Eliten in Europa - und wirft auch einen Blick auf Österreich (siehe Kasten). Am Mittwoch präsentiert der 55-Jährige seine Ergebnisse bei einer Veranstaltung des Renner-Instituts. Hier spricht er vorab über die Macht der Eliten.

Falter: Österreich hat mit Alfred Gusenbauer ein Arbeiterkind als Bundeskanzler. Ist das ungewöhnlich?

Michael Hartmann: Österreich ist damit eine Ausnahme. Von 1945 bis 2000 war es in Mitteleuropa zwar in vielen Ländern üblich, dass die Mehrzahl der Regierungschefs aus kleinbürgerlichen oder Arbeiterfamilien kam. Das hat sich in den meisten Ländern

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