Wenn der Apfel nicht weit fällt


Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

WER WIRD ELITE? (II) Politische Parteien finden ihren Nachwuchs oft in den eigenen Funktionärsfamilien. Clanpolitik funktioniert auch deshalb so gut, weil der Job des Politikers zunehmend unattraktiv wird.

Der 5. November des Jahres 1990 ist für die tiefschwarze, oberösterreichische Familie Molterer ein ganz besonderes Datum. An diesem Tag schaffte der heutige ÖVP-Chef Wilhelm Molterer den Einzug ins Parlament und wurde als neuer Abgeordneter angelobt. Sein Nachname war dort für seine Sitznachbarn nicht neu. Denn am gleichen Tag, an dem Molterer ins Parlament einzog, verabschiedete sich sein 65-jähriger Adoptivvater Josef nach vier Jahren Mandatarsdasein vom Arbeitsplatz Hohes Haus. Auch er stammt aus Sierning, auch er hatte im Wahlkreis Traunviertel sein Mandat geschafft. Die politische Stafettenübergabe von einer Generation zur nächsten im Haus Molterer verlief reibungslos.

In der tiefroten Wiener Familie Schieder markiert der 30. Oktober 2006 den parlamentarischen Übergang von

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