Hau drauf!

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

POLIZEI Diese Woche steht Roland Horngacher vor Gericht. Die Anklage gerät zur fragwürdigen Abrechnung mit dem verhassten General

Er soll mit Luxusschlitten bestochen worden sein? Nein, sagt Roland Horngacher. Er wurde von seinem Freund Wolfgang U. nur darum gebeten, diese "älteren Fahrzeuge regelmäßig zu bewegen". Vier Mercedes der S-Klasse und ein Jaguar standen in U.s Garage und drohten einzurosten. Horngacher, ein "Autonarr", wie er selbst sagt, erfüllte die Bitte. Von einem Polizeichauffeur ließ sich der Mann, den sie "Napoleon" nannten, durch die Stadt kutschieren.

Kriminell? Das wären solche Leihgaben nur, wenn es eine Gegenleistung gegeben hätte. Die Staatsanwaltschaft stöberte und fand nur diese Geschichte: Autobesitzer U. hatte Horngacher vor zwei Jahren angerufen, weil siebzig Afrikaner "im Rudel" in seinem neuen Admiral-Casino im Prater "randalieren". Es war bereits nach Dienstschluss, aber Horngacher schickte nicht nur eine Streife, er sah auch selbst nach dem Rechten.


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