Immer mit der Ruhe


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

KUNST Der Wiener Künstler Josef Dabernig konstruiert minimalistische Objekte, dreht lakonische Kurzfilme und schreibt ganze Bücher ab.

Während des mehrstündigen Gesprächs vermittelt Josef Dabernig das Gefühl, dass das Sichzeitlassen bei ihm Programm ist. Es sei schwierig, eine so lange künstlerische Laufbahn in komprimierter Form darzustellen, sagt der 51-jährige, aus dem Kärntner Kötschach stammende Künstler. Erst jetzt hat er seine erste Galerieausstellung. Was bisher geschah: Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, Kunst-am-Bau-Projekte und Aufträge für Inneneinrichtungen, 1996 der erste Kurzfilm, 2000 internationale Anerkennung durch die Teilnahme an der Manifesta 3 in Ljubljana, zwei Biennale-Teilnahmen in Venedig, 2005/2006 Retrospektive in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und der Galerie im Taxispalais, Innsbruck.

Gut Ding braucht Weile. Als ein Sammler in der Zeit des ersten Kunstmarktbooms in den Achtzigerjahren eine Skulptur, an der Dabernig

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