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Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

FILM Mit seiner kontroversiellen Arbeit "Keine Insel" hat Alexander Binder einen subtilen und unspekulativen Dokumentarfilm über die Palmers-Entführung vom November 1977 gedreht.

Vor ziemlich genau dreißig Jahren, im November 1977, ereignete sich in Österreich ein spektakulärer Kriminalfall. Walter M. Palmers, der Herrscher über die gleichnamige Unterwäschedynastie, wurde entführt, vier Tage lang an einem geheimen Ort nahe der Mariahilfer Straße gefangen gehalten und schließlich gegen Zahlung eines Lösegelds von dreißig Millionen Schilling plus Kleingeld wieder auf freien Fuß gesetzt. Der alte Herr kommentierte, was ihm widerfahren war, mit nobler Zurückhaltung. "Ich bin über hundert Stunden verspätet zum Nachtmahl gekommen", so Palmers senior auf die Frage eines Fernsehreporters, was er nach seiner Freilassung als Erstes getan habe. "Dafür habe ich mich bei meiner Frau entschuldigt."

Auf denkbar unspektakuläre Weise rollt "Keine Insel", ein Dokumentarfilm von Alexander


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