Horror und Humor

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

THEATER Es bleibt in der Familie: der Thriller "Verbrennungen" vom libanesisch-kanadischen Autor Wajdi Mouawad im Akademietheater.

Das Theater unterscheidet sich vom Kino unter anderem dadurch, dass man meistens schon vorher weiß, wie's ausgeht. Und wenn nicht, dann ist es zumindest nicht so wichtig. Diesmal ist das anders. Das Stück "Verbrennungen" von Wajdi Mouawad ist wie ein Thriller aufgebaut. Am Beginn steht eine Testamentseröffnung. Die verstorbene Nawal, die ihre letzten Jahre in tiefem Schweigen verbrachte, hinterlässt ihren Kindern einen Suchauftrag: Tochter Jeanne (Melanie Kretschmann) soll den verlorenen Vater ausfindig machen, Sohn Simon (Daniel Jesch) den älteren Bruder. Am Ende, so viel sei verraten, werden beide fündig. Aber von einem Happy End kann nicht die Rede sein.

Der im deutschen Sprachraum noch kaum bekannte Autor ist 1968 im Libanon geboren; auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in den Siebzigerjahren wanderte er mit seinen Eltern zuerst nach Paris und dann in


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