Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

Sex

G'scheiter Sex Angeblich gräbt der ORF den "Club 2" wieder aus, um Leute wie Michael Köhlmeier, Konrad Paul Liessmann und Gerhard Roth über Themen wie "Was ist guter Sex?" diskutieren zu lassen. Warum denn nur diese drei bitte sehr? Nicht erschrecken, aber manche TV-Konsumenten ficken wirklich, und im Gegensatz zu den sonst diskutierten Weinvorlieben von Sokrates ahnen sie zumindest, worum's geht, so beim Sex. Vielleicht könnte man die Runde durchmischen, gerne z.B. auch mit Frauen, die sind manchmal ganz gern gesehen, so beim Sex. Das gemeinsame Alter der Diskutanten auch abseits von Barbara-Karlich-Niveau muss nicht zwangsläufig numerisch den gemeinsamen IQ übertreffen. Wie auch immer, es bleibt spannend, ob die Vorführung von "Best practice"-Beispielen geplant sind und ob die Herrschaften sogar selber aus dem Nähkästchen plaudern werden. Das läuft nicht zwingend unter "guter Sex", aber zumindest unter "g'scheiter Sex" - und ob man den braucht, über das lässt sich sehr wohl diskutieren.

Heidi List

Fussball

Trainerlos Der Beruf des Fußballtrainers ist einer der unsichersten Jobs, die der Arbeitsmarkt zu bieten hat. So schnell entlassen wird man nicht einmal im brutalsten Ausbeuterbetrieb. Umso bemerkenswerter erscheint eine Meldung aus der Zweiten Bundesliga in Deutschland, wo es vorige Woche ausnahmsweise einmal umgekehrt lief: Rainer Hörgl, Trainer von Aufsteiger FC Augsburg, kündigte von sich aus. Der fünfzigjährige Hörgl, der in Österreich beim GAK und bei Schwarz-Weiß Bregenz engagiert war, begründete seinen Schritt weniger mit sportlichen als mit persönlichen Argumenten. Er fühle sich ausgebrannt, brauche eine Pause und könne sich derzeit nicht vorstellen, jemals wieder als Cheftrainer zu arbeiten. Die Trainerbank scheint nicht nur einer der unsichersten, sondern auch einer der härtesten Arbeitsplätze zu sein.

Wolfgang Kralicek


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