Totenkopf trifft Kirsche

Stadtleben | Barbara Zeman | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

SERVICE Der Jungmenschenausstatter Kingpin hat ein Geschwisterchen bekommen - mit Kleidung für noch jüngere Menschen, nämlich Kinder.

Wenn sich zwei mit Hang zu Streifen, Sternen und Totenkopfgeschwadern auf Textil verlieben, so kann es durchaus vorkommen, dass das Kind der Liebe ein Unternehmen ist. So geschehen bei Renate und Günther Zach, die 2004 die Marke Kingpin übernahmen, sich erst ins Generali Center aufmachten, um dieser Tage mit einem Spezialsortiment für "Babes & Babys" in der Lindengasse Einstand zu feiern. Verglichen mit dem Gruftiladen ein paar Häuser weiter, in dessen antiidyllischem Schaufenster ein böse zugerichteter Kopf neben Samtsärgen die Zähne bleckt, nimmt sich das Mädchen-Kingpin als kohlrabenschwarz-rote Oase der freundlichen Finsternis aus. Zwar gibt es auch hier Regenschirme mit Sargapplikationen, und der Totenkopf ist gerngesehenes Motiv auf Rocksaum und Handschuh, doch ist mit Emo-Kids genau wie mit David-Bowie-Imitatoren gemeinhin gut Kirschen essen.


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