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Laptop & Lederhose

Stadtleben | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

Wie sich unschwer übersehen lässt, ist in München ja gerade wieder Oktoberfest und diverse Millionenerbinnen, Pornostars und Promifriseure ziehen Dirndl und Lederhose an und machen auf Höhepunkt des Jahres. Ob es daran liegt oder einen anderen Grund hat, dass sich bayrische Küche in Wien so quasi gar nicht abspielt? Was ja recht schade ist, denn zumindest hinsichtlich Wurst, Leberkäse und Bier könnte Wiens Szene da ja durchaus eine Bereicherung erfahren. Wie zum Beispiel hier:

Neiningers, 4., Argentinierstr. 16, Tel. 505 01 20, Mo-Sa 11.30-14.30, 17.30-22 Uhr, www.neiningers-restaurant.com

Wiens deklariert einziges Restaurant, das sich auf "bayrisch-fränkische" Küche spezialisiert hat. Was unspektakulär klingt, aber gar nicht so schlecht ist, wenn man zum Beispiel fränkische Rindsrouladen oder originale Fleischpflanzerln nimmt. Außerdem sehr besonders: offenes Bier aus einer kleinen, unabhängigen Brauerei in der Oberpfalz.

Bier und Brot, 21., Frauenstiftg. 4, Tel. 947 46 45, So-Mi 16-23, Do-Sa 16-0.30 Uhr, www.bierundbrot

Nicht wirklich sehr bayrisch oder sonst irgendwas, vielmehr das klassische Bier-Beisl-Programm mit etwa 800 verschiedenen belegten und überbackenen oder nicht überbackenen Broten. Immerhin aber ein paar offene Biere aus Deutschland, die man sonst in Wien eher selten bekommt.

WEIN - Das mit den Quereinsteigerwinzern in Wien wird immer lustiger und bunter: Martin Strobl ist Cateringunternehmer, Weinakademiker und bewirtschaftet seit fünf Jahren 0,75 Hektar am Bisamberg. Sein Blauburger ist ein straffer, kantiger Roter mit Schultern und Kanten, weit besser, als man dem Färberwein sonst zumutet. Für ein Buschenschankprojekt in den Weingärten sucht Strobl übrigens noch Partner.

Preis: E 8,-; Bewertung: 3/5 (gut), bei Martin Strobl, E-Mail: weinhandwerk@aon.at


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