Männerhintern im Herbstlicht

Kultur | Hermann Götz | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

THEATER Wie charmant ist schlechter Geschmack? Die zweite Theaterwoche des steirischen herbst strapaziert mit drei Stücken die Lachmuskeln. Und andere Körperteile.

Glauben Sie dem "herbst"-Programmheft gar nichts. Denn eigentlich müsste dort zur Uraufführung "Time Republic" von andcompany&Co Folgendes zu lesen sein: "30% Ostalgie, 20% Kindheit im Kalten Krieg, 20% Science Fiction für Anfänger, 10% Bummelwitz unter der Trockenhaube, 10% John Lennon und 10% Wahnsinn." Das multinationale Kollektiv andcompany&Co setzt auf eine musikalisch verstärkte Weltmaschine aus Bauteilen, die gerade eben in Mode, aber doch schon nicht mehr ganz angesagt sind. Dafür präsentieren sie ihr Opus mit umso mehr Hingabe. Die Verwirrung der Zeiten ist in "Time Republic" schon auf der vollgestellten Bühne abgebildet, unter die Requisiten und Instrumente ist Spielzeug gemischt. Selbst die Aktionen auf der Bühne werden formal von Kinderspielen getragen - als wollten andcompany&Co dem inhaltlichen Fokus auf


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