Kunst kurz

Nach Moskau! Und zurück. (herbst-Parcours II)

Ulrich Tragatschnig und Thomas Wolkinger | Kultur | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

Die Beziehungen zwischen Moskau und Graz sind seit den späten Achtzigerjahren auf künstlerischer Ebene eng. Dass Peter Pakesch der erste Kurator war, der damals Ilya Kabakov im Grazer Kunstverein und also im Westen ausstellte, zog so einiges an Unverhältnismäßigkeit nach sich, lässt Graz von Moskau aus in künstlerischer Hinsicht immer noch ein wenig größer und bedeutungsvoller erscheinen, als es tatsächlich ist, wie Herwig Höller berichtet. Zusammen mit Irina Gorlova hat der Falter-Autor im Forum Stadtpark im Rahmen des steirischen herbst die Ausstellung "Moskau-Graz" (bis 21.10.) ausgerichtet, in Entsprechung einer vor zwei Jahren in Moskau abgehaltenen Schau. Und es zeigt sich, dass, aus gebührender Distanz betrachtet, Graz nicht nur größer, sondern auch näher an der eigenen Vergangenheit gedacht sein kann, wie - auf gut russisch - an der monströsesten Persönlichkeit festgemacht wird, die das Abendland zu bieten hat. Vladimir Salnikov handelt das russische Hitlerbild

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