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Fürchte Dich!

Stadtleben | Maria Motter | aus FALTER 40/07 vom 03.10.2007

Der Verkäufer nimmt einen Schraubenzieher zur Hand und führt ihn zwischen Fensterglas und Rahmen - oben, unten und seitlich. Es knackt dreimal, dann springt das Fenster auf. Im "Land der Sicherheit", das geografisch zwischen Ikea, Obi und Interspar am Weblinger Gürtel liegt, wird seit letzten Freitag demonstriert, wie einfach Häuser zu knacken sind.

Und wenn sich die Kunden richtig schön fürchten, zeigt ihnen "Security Land", was sie dagegen tun können: Für 200,-Euro kann man ein Fenster sichern lassen, Montage inbegriffen. Der Name des österreichischen Unternehmens erinnert an "Homeland Security", das U.S.-amerikanische Ministerium für Heimatschutz. Zumal das Logo mit dem "SL"-Kürzel ein Sheriff-Abzeichen imitiert. Bei "Security Land" gibt es aber nur Überwachungssysteme für den Privathaushalt. Und das Geschäft mit der Angst geht gut: 2005 eröffnete die erste Filiale in Wien, nun die zweite in Graz und schon im Jänner wird in Wien die nächste aufgesperrt. Die private Videoüberwachung


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