Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

Die Zeit ist ein Pfeil, der im eigenen Fleisch steckt. Die Pädagogin Heide Pirchner schrieb vor 20 Jahren Folgendes in einem Falter-Schwerpunkt zum Thema Schule:

"Bereits seit Jahren versuchten engagierte Lehrerinnen und Lehrer auf die sich abzeichnende Entwicklung im Schulwesen aufmerksam zu machen. Seitdem die Schulreform in eine Sackgasse zu geraten droht, entfaltete sich eine kritische Lehrerbewegung, seit 1979 gibt es die gesamtösterreichischen Lehrertreffen. Auf diesen selbstorganisierten Meetings - sie stehen über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg allen Interessierten offen - werden Informationen ausgetauscht, die in der offiziellen Fortbildung nicht aufscheinen.

In den meisten Bundesländern entstanden Initiativen gegen Lehrerarbeitslosigkeit. Sie fordern die Offenlegung der Wartelisten, klare Reihung nach dem Datum der Erstbewerbung, Schaffung von Arbeitslosenreferaten in den Lehrergewerkschaften., Mehr Schüler in der Klasse, mehr Lehrer auf der Straße' war ein Slogan einer Kundgebung im Mai vor Stadtschulrat und Ministerium, die sich gegen den Bildungsstopp richtete, für eine Verbesserung der Unterrichtsbedingungen und für eine 35-Stunden-Woche plädierte und eine Veröffentlichung der genauen Arbeitslosenzahlen verlangte. In Personalversammlungen auf Schulen taucht erstmals die Forderung an die Gewerkschaft auf, Kampfmaßnahmen einmal nicht in der Gehaltsfrage, sondern gegen die Verschlechterung der Unterrichtssituation einzusetzen." A.T.


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