Das Arigona-Desaster

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Die Fremdenpolitik hat ihr Debakel, es hat Namen und Gesicht. Höchste Zeit für Änderungen.

Vor Jahren stellte ich mir die Frage: In welchem Staat möchte ich lieber leben, in einem, der schlampige Gesetze streng, oder in einem, der strenge Gesetze schlampig exekutiert? Natürlich im zweiten, denn der Einzelfall ist unvorhersehbar, und Schlamperei ist im Einzelfall eine Gnade, als System hingegen bedenklich. Die Frage, ob ich gern in einem Staat leben wollte, der schlampige Gesetze schlampig exekutiert, stellte ich mir nicht.

Auf unser Fremdenwesen trifft der dritte Fall zu. Dass der Fall nun ein Gesicht und einen Namen hat, macht die Sache zum nationalen Ärgernis und zum Thema der Nation. Kinder, Tiere, Mädchen - zwei der drei Wesensmerkmale erfolgreichen Boulevards sind gegeben, also wurde Arigona Zogaj zum Schlüsselwort dieser Tage. Taucht die fünfzehnjährige Tochter kosovarischer Zuwanderer erst einmal aus ihrem Versteck auf, kann man sie zu einer neuen


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