Europas schwarzes Loch

Vorwort | Gerald Knaus | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

KOSOVO Ein Dorf, 1500 Einwohner, 1370 Arbeitslose, zwei Frauen mit Jobs. Warum Arigona nicht in ihre alte Heimat zurückkehren will.

Eine Konferenz in PrisÇtina, Montag, der 8. Oktober. Es geht um die Zukunft des Kosovo, nachmittägliche Müdigkeit greift um sich. Ein Japaner tritt ans Podium und vertreibt sie trotz leiser Stimme. Er sei "frustriert": In anderen Balkanländern finanziere seine Institution, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), jedes Jahr Infrastrukturprojekte im Wert von sechzig bis 200 Millionen Euro. Im Kosovo sind es weniger als fünf, das Hauptproblem ist der ungeklärte Status. Nach ihm spricht ein irischer Ökonom: Die Unsicherheit über die Zukunft des Kosovo ist zu groß, das ist ein Hauptgrund für geringe Auslandsinvestitionen. Nur zwanzig Prozent der Bevölkerung haben eine Arbeit, das sei erstaunlich. Wichtig ist Bildung, meint der Ire und fragt dann: Stimmt es, dass Kosovo pro Kopf die geringsten Bildungsausgaben in Europa hat?

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