"Ich geniere mich"

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

Abschiebungen II Wiens SPÖ-Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger über das Bleiberecht für Asylwerber, roten Populismus und das Ende von Multikulti.

Die Stadträtin hat Wochenenddienst, ein Termin nach dem anderen. Sandra Frauenberger, 41, schwarzer Hosenanzug, Sneakers, eine der Politikerinnen neuen Typs, die Wiens Bürgermeister Michael Häupl in die Stadtregierung geholt hat. Seit Anfang des Jahres ist die langjährige Gewerkschafterin für Integration und Frauen zuständig. Ein heikles und arbeitsintensives Ressort - gerade dann, wenn das ganze Land wieder über Asyl und Zuwanderung diskutiert. Bei der Entscheidung, ob die von Abschiebung bedrohten Familien bleiben dürfen, ist auch die Integrationspolitikerin vom Innenminister abhängig. "Wir stellen immer wieder Anträge auf humanitären Aufenthalt ans Ministerium", sagt Frauenberger. Mehr als die Hälfte der Fälle zwischen September 2006 und August 2007 bekam eine Bewilligung für den humanitären Aufenthalt, 21 Prozent sind


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