Sehnsucht nach ihm

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

ÖVP Trotz Meinl-Turbulenzen hält die Volkspartei die Erinnerung an Karl-Heinz Grasser hoch. Nun wird er als Kandidat für ein Comeback gehandelt.

Wolfgang Schüssel und Karl-Heinz Grasser hätten genauso gut eine gemeinsame Pressekonferenz ansetzen können. Sie aber wählten den Wiener Weg der Zurschaustellung persönlicher Verbundenheit. Vor einigen Wochen tafelten sie mittags beim Nobelitaliener Fabios in der Innenstadt, der gastronomischen Bühne für die Schickeria und jene, die es gerne wären. Dort nicht gesehen zu werden, ist ein Kunststück - dafür sorgt schon alleine die verglaste Front des Lokals.

Wie der Zufall es so wollte, speiste auch Wilhelm Molterer im selben Lokal und gesellte sich später zu Schüssel und Grasser. Der Ex-Finanzminister, der Ex-Kanzler und der Ex-Klubobmann, das Triumvirat der Ära Schwarz-Blau, demonstrativ bei venezianischen Spezereien und feinen Weinen - das ist eine Szene, wie sie typischer nicht sein könnte für die Stimmungslage beim kleinen Koalitionspartner.


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