Lehrer, zum Diktat!

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

SCHULE I An der Pädagogischen Hochschule Wien wird eine neue Generation von Lehrern geschult. Sie müssen ihren Willen zum Lehren beweisen - und Rechtschreibung beherrschen.

Darüber staunt auch Sabine Brandstetter: "Das war ein watscheneinfacher Rechtschreibtest. Und trotzdem haben ihn viele nicht bestanden." Die 18-Jährige sitzt im Audimax der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien - denn sie hat das Auswahlverfahren der Hochschule bestanden. Brandstetter ist eine von 200 Studierenden, die sich nun hier zum Volks-, Haupt- und Sonderschullehrer ausbilden lassen. Beim Auswahlverfahren schieden 25 Prozent der Bewerber aus - fast jeder Zweite scheiterte an der Rechtschreibung. "Dabei ging es aber nur um Grundkenntnisse, die wirklich jeder beherrschen sollte, der Lehrer werden will", sagt Dagmar Hackl, Rektorin der PH Wien. So mussten die Bewerber Fehler finden - zum Beispiel, ob es in einem Satz korrekterweise "lassen" statt "lasen" heißen sollte.

Die PH Wien nahm vor einer Woche den Lehrbetrieb


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