Die Spur eines Verwirrten

Politik | Stefan Apfl und Joseph Gepp | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

TERRORISMUS Als Asim CÇ. die US-Botschaft in Wien mit zwei Handgranaten betreten wollte, trug er ein Buch bei sich. Wer es aufschlägt, gerät in ein islamistisches Netzwerk, das von Riad über Sarajevo bis nach Wien reicht.

Wäre da nicht das Buch, der Fall erschiene glasklar. Der gebürtige Bosnier Asim CÇ., 42, betritt am 1. Oktober um 11.30 Uhr den Checkpoint vor der Wiener US-Botschaft. Der Metalldetektor schlägt Alarm. CÇ. trägt zwei Handgranaten, Sprengstoff und etwa hundert Schrauben, die die Schwere des Anschlags noch um ein Vielfaches vergrößert hätten, in seinem Rucksack. Er flüchtet und wird vier Straßen weiter von der Polizei gefasst. Später wird man bei CÇ. zuhause noch ein halbes Kilo Plastiksprengstoff exjugoslawischer Provenienz sicherstellen.

Bei der Einvernahme stellt sich heraus: Der in Tulln wohnhafte CÇ. ist alkoholkrank, tablettenabhängig, psychisch krank und aufgrund einer Kriegsverletzung in Frühpension. Er stammelt offenbar wirres Zeug und beschuldigt


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