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Ingrid Brodnig und Nina Horaczek | Medien | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

ORF Ein reanimierter "Club 2", Videojournalismus und Schielen nach Quote: Diese Woche segnet der Stiftungsrat die nächste halbherzige Reform ab.

Einmal sei es beinahe schon so weit gewesen, erzählt ein ORF-Redakteur. "Unter der letzten ORF-Führung gab es das Gerücht, dass wir künftig mit einer Helmkamera zu Pressekonferenzen gehen sollen, um Kamerateams einzusparen." So weit, dass man ORF-Journalisten nicht mehr von Bauarbeitern unterscheiden kann, wird es nicht kommen. Aber nun verhandelt eine Arbeitsgruppe des Betriebsrates mit der Geschäftsführung über die Einführung von Videojournalismus im ORF. Dann würde das Fernsehen nicht mehr in einer Mannschaft aus Redakteur, Kameramann und Tontechniker anrücken, sondern der Journalist bekäme eine semiprofessionelle Digicam in die Hand gedrückt. Befürworter des Videojournalismus argumentieren, dass durch das Einmannteam die Kamera näher an die Interviewpartner käme - und man nebenbei auch noch Kosten spare. "Damit betreibt der ORF

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